Anlass mit
Prof. Daniel Hoffmann
Geburt, Bar-Mitzwa, Hochzeit, Tod: Der jüdische Lebenszyklus ist geprägt von Ritualen, die dem Leben in jeder Phase einen Ort in der Gemeinschaft und vor Gott geben. Die Geburt eines Kindes gilt als Ereignis von „wahrhaft ‚unaussprechlicher' Individualität" (Franz Rosenzweig) und ist zugleich Verheissung für das, was aus diesem kleinen Menschen werden soll. Bei der Bar-Mitzwa übergibt der Vater die Verantwortung an das Kind, das nun selbst für die Erfüllung der Gebote einsteht. Mit der Hochzeit heiligt der Mann seine Frau „durch diesen Ring". Und erst der Tod trennt die Wege wieder, bis zur Auferstehung „mit allen Seelen Israels".
Anhand ausgewählter und für diesen Anlass bearbeiteter literarischer Texte führt Prof. Daniel Hoffmann durch die Stationen des jüdischen Lebens. Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler ist apl. Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und forscht seit Jahren zur deutsch-jüdischen Literatur, unter anderem zur familiengeschichtlichen Aufarbeitung des Holocaust
Gemeinsam mit dem IJCF freuen wir uns, Prof. Daniel Hoffmann für diese Veranstaltung in Luzern begrüssen zu dürfen. Die Veranstaltung will das interreligiöse Lernen fördern und richtet sich an Studierende, die das europäische Judentum als gelebte Tradition verstehen möchten.
Teilnehmerzahl (max. 8 Studierende) mit Warteliste